Magento Alternative 2025: AI-Commerce & Shopware im Vergleich

Magento Alternative gesucht? Vergleich 2025: Shopware 6, Shopify Plus & JTL-Shop im Check. Neue Preise, B2B-Features & warum AI-Commerce entscheidend ist.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
6. Januar 202618 Min. Lesezeit

Warum der Magento-Exit 2025 unaufhaltsam scheint

Magento (heute Adobe Commerce) war über ein Jahrzehnt lang der unangefochtene König des E-Commerce für komplexe Anforderungen. Wer Varianten, B2B-Preislisten und internationale Multi-Store-Setups brauchte, kam an Magento kaum vorbei. Doch das Blatt hat sich gewendet – und zwar dramatisch.

Im Jahr 2025 stehen viele Händler vor einer echten Zäsur. Die Gründe für die Suche nach einer Magento Alternative sind vielfältig, aber sie lassen sich meist auf drei zentrale Schmerzpunkte reduzieren, die wir im Detail analysieren werden.

Die drei Hauptgründe für den Wechsel

1. Explodierende Kosten: Die Wartung von Magento 2 ist extrem aufwendig. Sicherheits-Patches, PHP-Updates und das Hosting verschlingen Budgets, die eigentlich ins Marketing fließen sollten. Laut themeware.design können die jährlichen Wartungskosten für einen mittelgroßen Magento-Shop schnell fünfstellige Beträge erreichen.

2. Fehlende Agilität: Während Konkurrenten auf Shopify oder Shopware neue Landingpages in Minuten bauen, benötigen Magento-Teams oft Tage oder Wochen für Frontend-Anpassungen. Diese mangelnde Geschwindigkeit kostet nicht nur Zeit, sondern auch Marktchancen. Einen detaillierten Shopware vs Magento Vergleich findest du in unserem separaten Artikel.

3. Die *Consultation Crisis*: Magento war gut darin, komplexe Kataloge zu verwalten. Doch moderne Kunden wollen nicht mehr filtern – sie wollen beraten werden. Und genau hier versagen klassische Shopsysteme zunehmend, wenn sie nicht durch KI erweitert werden. Die KI-Produktberatung im E-Commerce wird zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Die Magento-Problematik in Zahlen
40-60%
Höhere TCO

Total Cost of Ownership im Vergleich zu modernen SaaS-Alternativen

3-5x
Längere Entwicklungszeit

Für Frontend-Anpassungen gegenüber Shopware oder Shopify

70%
Der Händler klagen

Über mangelnde Agilität bei Marketing-Kampagnen

25%
Conversion-Verlust

Durch fehlende intelligente Produktberatung im Shop

Dieser Artikel ist kein oberflächlicher Vergleich. Wir analysieren die besten Magento Alternativen für den deutschen Markt, beleuchten die neuen Preismodelle von 2025 (insbesondere bei Shopware und Shopify) und zeigen, warum der Wechsel der Plattform nur die halbe Miete ist, wenn du deine Produktberatung nicht gleichzeitig revolutionierst.

Entscheidungs-Matrix: Welcher Typ von Alternative bist du?

Bevor wir uns einzelne Software-Lösungen ansehen, müssen wir die Architektur klären. Die Suche nach einem Magento Ersatz scheitert oft daran, dass Äpfel mit Birnen verglichen werden. Es gibt fundamental unterschiedliche Ansätze, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile mitbringen.

Die SaaS-Route: Software as a Service

  • Beispiele: Shopify Plus, BigCommerce
  • Konzept: Du mietest den Shop inklusive Hosting, Sicherheit und Updates
  • Vorteil: Extrem schnelle Time-to-Market, keine Sorgen um Server-Updates oder Sicherheitspatches
  • Nachteil: Weniger Zugriff auf den Core-Code, Daten liegen oft (teilweise) in den USA
  • Für wen? Marken, die sich zu 100% auf Marketing und Vertrieb konzentrieren wollen und keine komplexe IT-Abteilung unterhalten möchten

Der direkte Shopware vs. Shopify Vergleich zeigt die konkreten Unterschiede zwischen dem deutschen Marktführer und dem internationalen SaaS-Giganten.

Die Open-Source und PaaS-Route

  • Beispiele: Shopware 6, WooCommerce, JTL-Shop
  • Konzept: Du besitzt die Lizenz (oder nutzt den Open-Source-Code) und hostest selbst oder bei einem spezialisierten Partner
  • Vorteil: Maximale Datenhoheit (DSGVO), tiefe Eingriffe in die Logik möglich, perfekt für komplexe B2B-Prozesse in der DACH-Region
  • Nachteil: Du bist (oder deine Agentur ist) für Updates und Performance verantwortlich
  • Für wen? Deutsche Mittelständler, B2B-Händler mit komplexen ERP-Anbindungen und hohen Datenschutzanforderungen

Die Composable und Headless Route: Der AI-Ready Stack

  • Beispiele: Spryker, commercetools (oder Shopware/Shopify im Headless-Modus)
  • Konzept: Backend (Warenkorb, Checkout) und Frontend (das, was der Kunde sieht) sind vollständig getrennt
  • Der Clou: Dies ist die beste Architektur für AI-Commerce. Du kannst ein schlankes Backend nutzen und vorne eine hochintelligente AI-Consultation-Layer aufsetzen, die den Kunden aktiv führt
  • Für wen? Innovationsführer, die verstanden haben, dass der Standard-Onlineshop ausstirbt und durch interaktive Beratung ersetzt wird
Entscheidungsmatrix für E-Commerce Plattformen als Magento Alternative

Die Top 5 Magento Alternativen im Detail 2025

Basierend auf Marktanteilen in Deutschland, B2B-Fähigkeiten und Zukunftsfähigkeit haben wir die relevantesten Systeme als Magento Alternativen analysiert. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die aktuellen Preisänderungen und die Eignung für KI-Integration.

1. Shopware 6: Der deutsche Platzhirsch

Shopware ist in der DACH-Region die mit Abstand häufigste Antwort auf die Frage nach einer Alternative zu Magento. Es verbindet die Flexibilität von Open Source mit modernster Technologie (Symfony, Vue.js) und genießt hohes Vertrauen bei deutschen Händlern.

Warum Shopware 6 als Magento Ersatz?

  • B2B-Suite: Shopware bietet von Haus aus mächtige B2B-Funktionen (Rechte & Rollen, Freigabeprozesse, Schnellbestellungen), für die man bei Magento oft teure Extensions brauchte
  • DSGVO & Rechtssicherheit: Als deutsches Unternehmen ist Shopware GDPR-native. Serverstandorte und Rechtskonformität sind selten ein Problem
  • Headless Core: Shopware 6 wurde API-first entwickelt. Das macht es zur idealen Basis, um später KI-Tools oder mobile Apps anzubinden
  • Starke Community: Die deutsche Entwickler-Community ist aktiv und hilfsbereit

Hier müssen Händler besonders aufpassen. Laut Shopware gilt seit März 2025: Wer die kostenlose Community Edition nutzt und mehr als 1 Million Euro GMV (Bruttowarenvolumen) pro Jahr macht, muss auf einen kostenpflichtigen Plan wechseln, um Zugriff auf den Shopware Store und Updates zu behalten.

Die neuen Pläne im Überblick gemäß den offiziellen Shopware Informationen:

  • Rise: Ab ca. 600 € pro Monat – inkludiert Support und den Rule Builder
  • Evolve: Preis auf Anfrage (ca. 2.400 €+) – Fokus auf B2B und erweiterte CMS-Funktionen
  • Beyond: Enterprise-Level mit 24/7 Support und Multi-Inventory

Wie datrycs.com bestätigt, ist Shopware 6 der logischste Magento Ersatz für deutsche Händler – aber durch die neuen Lizenzmodelle nicht mehr die Billig-Lösung von früher. Einen umfassenden Überblick zu Shopware Alternativen im Vergleich findest du in unserem separaten Guide.

2. Shopify Plus: Der internationale Skalierer

Shopify hat in Deutschland massiv aufgeholt. Mit Shopify Plus zielt der Anbieter direkt auf Magento-Enterprise-Kunden und überzeugt durch Stabilität und einfache Handhabung.

Warum Shopify Plus als Alternative zu Magento?

  • Stabilität: Keine Updates mehr selbst installieren – Shopify garantiert 99,99% Uptime. Das spart oft zehntausende Euro an Agenturkosten pro Jahr
  • Automation: Mit Shopify Flow lassen sich Prozesse (z.B. wenn Bestellung größer als 1.000€, dann tagge als VIP) ohne Code automatisieren
  • B2B on Shopify: Shopify hat 2024/2025 massiv in B2B investiert (Firmenprofile, Nettopreise, Draft Orders), um die Lücke zu Magento zu schließen

Laut skailama.com und rvsmedia.co.uk wurden die B2B-Features stark verbessert und nähern sich dem Funktionsumfang von Magento an.

Die Kostenfalle bei Shopify Plus

  • Preis: Shopify Plus startet 2025 bei 2.300 $ (ca. 2.150 €) pro Monat bei einem 3-Jahres-Vertrag
  • Transaktionsgebühren: Wer nicht Shopify Payments nutzt (was in DE oft wegen fehlender lokaler Zahlarten oder Konditionen vorkommt), zahlt zusätzlich 0,15% bis 0,20% Strafgebühr auf jeden Umsatz
  • Variable Kosten: Ab 800.000 $ Monatsumsatz wechselt das Modell auf 0,25% vom Umsatz (gedeckelt bei 40.000 $)

Diese Preisinformationen werden auch von atlasstudios.agency bestätigt. Der Woocommerce Shopify Vergleich zeigt die Unterschiede zu günstigeren Alternativen auf.

Fazit zu Shopify Plus: Ideal für Marken mit Fokus auf D2C (Direct-to-Consumer) und internationalem Wachstum, die technische Komplexität hassen und das Budget für die monatlichen Gebühren haben.

3. JTL-Shop: Der Effizienz-Meister für ERP-Fokus

Für Händler, die Magento primär wegen der Anbindung an komplexe Warenwirtschaftssysteme nutzen, ist JTL oft der Geheimtipp unter den Magento Alternativen.

Warum JTL-Shop überzeugt

  • Alles aus einer Hand: JTL-Wawi (Warenwirtschaft) und JTL-Shop sind perfekt synchronisiert – keine Connector-Probleme, keine Daten-Diskrepanzen
  • Marktplatz-Anbindung: JTL ist extrem stark im Multi-Channel-Vertrieb (Amazon, eBay, Kaufland)
  • Kosten: JTL hat 2024/2025 die Preise angepasst mit Editionen wie Start (kostenlos bis 500 Artikel), Advanced und Pro (ab 299 € pro Monat)

Wie uptain.de und fynax.io berichten, ist JTL besonders bei Multichannel-Händlern beliebt.

Fazit zu JTL: Wer Logistik und Marktplätze priorisiert und weniger Wert auf High-End-Design-Frontends legt, findet hier eine robuste Alternative zu Magento.

4. WooCommerce: Die flexible Leichtigkeit

Oft unterschätzt, aber mit über 35% Marktanteil weltweit nach wie vor relevant. WooCommerce basiert auf WordPress und bietet maximale Flexibilität bei niedrigen Einstiegskosten.

  • Pro: Extrem günstig im Einstieg, riesige Community, volle Kontrolle über jeden Aspekt
  • Pro: Tausende Plugins für nahezu jeden Use Case verfügbar
  • Contra: Bei sehr großen Artikelmengen (100.000+ SKUs) oder komplexen B2B-Regeln kommt WooCommerce ohne massive Anpassungen an seine Grenzen
  • Contra: Die Plugin-Hölle (Inkompatibilitäten bei Updates) kann ähnlich nervig werden wie bei Magento

WooCommerce eignet sich besonders für kleinere bis mittlere Shops oder als Headless-Backend in Kombination mit modernen Frontend-Lösungen.

5. Spryker und commercetools: Die Enterprise-Liga

Wenn du über 50-100 Mio. € Umsatz machst, ist ein Standard-Shop oft zu eng geschnürt. Hier kommen Composable Commerce Lösungen ins Spiel, die eine völlig neue Architektur bieten.

  • Konzept: Sie bieten kein fertiges Frontend, sondern nur APIs und Microservices
  • Vorteil: Maximale Freiheit bei der Gestaltung des Kundenerlebnisses
  • Nachteil: Erfordert riesige Entwickler-Teams und entsprechende Budgets
  • Für wen? Große Enterprise-Kunden mit komplexen Omnichannel-Anforderungen

Diese Lösungen sind ideal für Unternehmen, die Conversational Commerce auf Enterprise-Niveau implementieren möchten.

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Magento Alternativen im direkten Vergleich 2025

Die folgende Tabelle gibt dir einen schnellen Überblick über die wichtigsten Kriterien bei der Wahl deiner Magento Alternative. Besonders wichtig für deutsche Händler: DSGVO-Konformität und B2B-Funktionen.

FeatureShopware 6Shopify PlusJTL-ShopMagento 2 (Status Quo)
TypOpen Source / PaaSSaaSOn-Premise / HostingOpen Source / PaaS
LizenzkostenAb 600 €/Mo (Rise) bis EnterpriseAb ca. 2.150 €/Mo + UmsatzbeteiligungAb 0 € bis ca. 299 €/MoKostenlos (Open Source) aber extrem hohe Wartung
ServerstandortDE / EU (sehr gut für DSGVO)Global / US (Data Residency beachten)DE (Self-Hosted)Self-Hosted
B2B-FokusSehr Hoch (Native Suite)Mittel bis Hoch (stark verbessert)Hoch (via ERP)Sehr Hoch
WartungsaufwandMittel (Updates nötig)Sehr Niedrig (SaaS)MittelExtrem Hoch
AI-ReadinessHoch (API-First Ansatz)Hoch (Viele Apps)MittelMittel (Legacy Code)
FazitDer Allrounder für DEDer internationale SkaliererDer Logistik-SpezialistDas Auslaufmodell
Vergleichstabelle der Top Magento Alternativen für den deutschen Markt

Das versteckte Problem: Die Beratungslücke beim Wechsel

Hier liegt der sprichwörtliche Hund begraben, den die meisten Migrations-Ratgeber komplett übersehen. Der Plattformwechsel löst technische Probleme – schafft aber oft neue, noch größere Herausforderungen.

Das Magento-Paradoxon verstehen

Magento war schrecklich komplex, aber genau diese Komplexität erlaubte es Händlern, extrem detaillierte Produktattribute, Abhängigkeiten und Konfiguratoren abzubilden. Die Filterlogik von Magento konnte hochgradig individualisiert werden.

Wenn Händler nun zu Shopify oder Shopware wechseln, vereinfachen sie oft ihre Datenstruktur – manchmal aus Zeitdruck, manchmal aus Unwissen über die Konsequenzen.

Dieses Problem kennen wir auch aus dem Bereich der Retourenquote senken – wenn Kunden das falsche Produkt kaufen, weil die Beratung fehlt, steigen die Retouren massiv an.

Die Lösung: AI-Commerce statt nur Shop-Wechsel

Anstatt zu versuchen, die komplexe Beratungslogik von Magento mühsam in das Backend von Shopify zu programmieren (was das System verlangsamt und die Wartung verkompliziert), solltest du 2025 einen fundamental anderen Weg gehen:

Trenne Transaktion und Beratung konsequent:

  1. Backend: Nutze ein schlankes System (z.B. Shopify oder Shopware Cloud) für Checkout, Lagerverwaltung und Bestellabwicklung
  2. Frontend: Integriere eine AI-Consultation-Layer, die den Kunden intelligent durch das Sortiment führt
Der moderne AI-Commerce Stack
1
Schlankes Backend wählen

Shopware oder Shopify für Checkout, Lager und Bestellungen – zuverlässig und wartungsarm

2
AI-Beratungsschicht integrieren

Intelligente Produktberatung, die Kunden durch Fragen statt Filter zum richtigen Produkt führt

3
Daten verbinden

Produktdaten, Kundenverhalten und Kaufhistorie für personalisierte Empfehlungen nutzen

4
Kontinuierlich optimieren

Machine Learning verbessert die Beratung automatisch basierend auf Conversion-Daten

Warum AI Guided Selling der wahre Magento Ersatz ist

Die Chatbot Vorteile im E-Commerce gehen weit über einfachen Kundenservice hinaus. Eine echte KI-Produktberatung transformiert das gesamte Einkaufserlebnis:

  • Dynamik: Eine KI fragt den Kunden: Wofür brauchst du das Fahrrad? Berge oder Stadt? statt ihn zu zwingen, nach Federweg in mm zu filtern
  • Unabhängigkeit: Die KI-Beratung liegt über dem Shopsystem. Wenn du in 5 Jahren von Shopware zu Shopify wechselst, nimmst du dein bestes Verkaufsgespräch einfach mit
  • Conversion: Händler, die Guided Selling nutzen, sehen oft Conversion-Uplifts von 20-30%, weil die Unsicherheit beim Kunden (Passt das Teil wirklich?) eliminiert wird
  • Skalierbarkeit: Die KI berät tausende Kunden gleichzeitig – ohne Wartezeiten, ohne Qualitätsschwankungen

Ein WhatsApp Bot mit KI kann diese Beratung sogar in den bevorzugten Messenger-Kanal deiner Kunden bringen und so die Erreichbarkeit massiv erhöhen.

AI-Guided-Selling als Lösung für die Beratungslücke bei Magento Alternativen

Migrations-Leitfaden: In 3 Schritten weg von Magento

Der Wechsel von Magento ist eine Operation am offenen Herzen deines Geschäfts. Hier sind die drei kritischen Phasen, um den Patienten nicht zu verlieren und gleichzeitig die Grundlage für moderne KI-Integration zu schaffen.

Schritt 1: Daten-Mapping und Bereinigung

Magento-Datenbanken sind oft historisch gewachsen – ein Euphemismus für chaotisch. Das EAV-Modell (Entity-Attribute-Value) von Magento ist flexibel, aber schwer zu migrieren.

  • Tipp: Migriere nicht alles blindlings. Nutze den Wechsel, um alte Kundenleichen (DSGVO-Löschfristen!) und Produkte, die seit 2 Jahren nicht verkauft wurden, endlich loszuwerden
  • Attribute: Mappe Magento-Attribute (EAV-Modell) auf die oft flacheren Strukturen von Shopify/Shopware. Hier passieren die meisten Fehler bei der Migration
  • Kategorien: Überprüfe deine Kategoriestruktur – oft ist sie über Jahre gewuchert und kann radikal vereinfacht werden
  • Kundengruppen: B2B-Kundengruppen und deren Preisregeln müssen sorgfältig übertragen werden

Schritt 2: Die SEO-Lebensversicherung mit 301-Redirects

Magento generiert oft komplexe URLs wie /kategorie/produkt-id-123.html. Neue Systeme haben andere Strukturen wie /products/produkt-name. Diese Unterschiede können dein Google-Ranking zerstören.

  • Pflicht: Erstelle eine lückenlose Redirect-Map. Jede alte URL, die Traffic hat, muss auf das exakte Äquivalent im neuen Shop leiten
  • Tools nutzen: Screaming Frog oder ähnliche Tools helfen, alle URLs zu erfassen
  • Testen: Nach dem Launch jeden Redirect einzeln prüfen – automatisierte Tests sind hier Gold wert

Schritt 3: Integration der Intelligence ab Tag 1

Baue den neuen Shop nicht einfach als Kopie des alten. Der Wechsel ist die perfekte Gelegenheit, moderne Technologien von Anfang an zu integrieren.

  • Integriere ab Tag 1 moderne Tools für Product Discovery und intelligente Suche
  • Nutze die APIs von Shopware 6 oder Shopify, um externe KI-Dienste anzubinden, die Produktdaten anreichern oder Kunden im Chat beraten
  • Plane Zeit für die Implementierung eines KI Chatbot Systems ein – idealerweise parallel zur Migration
  • Definiere KPIs für Beratungsqualität und Conversion, um den Erfolg der KI-Integration zu messen

Der Magento Shopware Vergleich zeigt detailliert, welche technischen Aspekte bei der Migration besonders zu beachten sind.

Die beste Magento Alternative: Ein Umdenken

Die Frage ist 2025 nicht mehr nur Shopware oder Shopify?. Beide Systeme sind exzellente Magento Alternativen, die die TCO (Total Cost of Ownership) drastisch senken können. Aber die wahre Entscheidung liegt tiefer.

Wann du welche Plattform wählen solltest

Wähle Shopware 6, wenn:

  • Du maximale Kontrolle über Code und Daten benötigst
  • Deutsche Rechtskonformität und DSGVO oberste Priorität haben
  • Tiefe B2B-Prozesse mit komplexen Preisregeln erforderlich sind
  • Du bereit bist, in die neuen Lizenzmodelle (Rise/Evolve) zu investieren
  • Deine Agentur oder dein Team Shopware-Expertise mitbringt

Wähle Shopify Plus, wenn:

  • Geschwindigkeit und internationales Wachstum über individuelle Anpassbarkeit stehen
  • Du technische Komplexität hasst und dich auf Marketing konzentrieren willst
  • Das Budget für die monatlichen Gebühren (2.300 $+) vorhanden ist
  • D2C (Direct-to-Consumer) dein primäres Geschäftsmodell ist
  • Du viele Apps und Integrationen out-of-the-box nutzen möchtest

Der entscheidende Faktor: Produktberatung

Aber vergiss nicht das Wichtigste: Der Grund, warum Kunden bei dir kaufen, ist nicht die Software im Hintergrund. Es ist die Art, wie du deine Produkte präsentierst und verkaufst. Der Wechsel von Magento ist die perfekte Chance, den statischen Katalog hinter sich zu lassen.

Durch AI-gestützte Beratung schaffst du ein Einkaufserlebnis, das wirklich zukunftssicher ist. Die Plattform ist austauschbar – deine intelligente Beratungsschicht nicht.

Bereit für den Wechsel? Analysiere zuerst deine Consultation Gap – denn die beste Software nützt nichts, wenn der Kunde das Produkt nicht findet. Die Zukunft gehört dem AI-Commerce, nicht nur dem E-Commerce.

Häufige Fragen zu Magento Alternativen

Die Migrationskosten variieren stark je nach Shop-Größe und Komplexität. Für einen mittelgroßen Shop mit 10.000-50.000 Produkten solltest du mit 30.000-80.000 € für die Migration rechnen. Dazu kommen die laufenden Lizenzkosten ab 600 € monatlich (Rise-Plan) sobald du 1 Mio. € GMV überschreitest. Die gute Nachricht: Die Total Cost of Ownership ist langfristig meist deutlich niedriger als bei Magento.

Das größte Risiko bei jeder Shop-Migration ist der SEO-Verlust. Mit einer sorgfältig geplanten 301-Redirect-Strategie kannst du dieses Risiko minimieren. Plane mindestens 2-4 Wochen nur für SEO-Mapping ein. Jede URL mit Traffic muss auf das exakte Äquivalent im neuen System weiterleiten. Ohne diese Maßnahme kannst du 50-80% deiner Sichtbarkeit innerhalb weniger Wochen verlieren.

Shopify Plus kann DSGVO-konform betrieben werden, erfordert aber zusätzliche Maßnahmen. Die Daten liegen primär auf US-Servern, wobei Shopify EU-Datenschutzstandards einhält. Für maximale Rechtssicherheit empfehlen viele deutsche Anwälte zusätzliche Auftragsverarbeitungsverträge. Shopware als deutsche Lösung bietet hier von Haus aus mehr Sicherheit mit EU-basierten Servern.

Ja, moderne KI-Beratungslösungen arbeiten plattformunabhängig über APIs. Das ist ein großer Vorteil: Du wählst das beste Backend-System (Shopware, Shopify oder andere) und legst eine intelligente AI-Consultation-Layer darüber. Bei einem späteren Plattformwechsel nimmst du deine KI-Beratung einfach mit – sie ist nicht an das Shopsystem gebunden.

Eine typische Migration dauert 3-6 Monate für mittelgroße Shops. Bei komplexen B2B-Setups mit vielen Integrationen können es auch 9-12 Monate werden. Der größte Zeitfresser ist meist nicht die technische Migration, sondern die Datenbereinigung und das SEO-Mapping. Plane ausreichend Puffer ein und starte niemals kurz vor einer wichtigen Sales-Saison wie Black Friday oder Weihnachten.

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